If I ever die of a heart attack, I hope it will be from playing my stereo too loud.

Wednesday, 13 June 2007

Isis & Oxbow, 12.06.07 im Bürgerhaus Stollwerck, Köln

Wie auch schon bei Explosions In The Sky, hatte ich auch dieses Mal kein Glück am Merch-Stand als mir die letzte Ausgabe der Oceanic auf Vinyl vor der Nase weg gekauft wurde. Allerdings hat es mich nicht annähernd so geärgert, da ich noch die Hoffnung habe die Platte auf dem Hurricane bekommen zu können.

Nun aber zur Musik am gestrigen Abend. Von der Vorband Oxbow hatte ich bis zu diesem Abend noch nie etwas gehört und war also sehr gespannt was mich da erwartet. Schwer verdauliche Kost war das, was Oxbow geboten haben. Die vielen Dissonanzen machen die Musik relativ anstrengend und erinnern teilweise an The Dillinger Escape Plan ohne Hardcore, dafür mit mehr Jazz und Prog. Schwierig zu beschreiben, jedenfalls kein Popcorn-Kino. Markant war natürlich der Auftritt des Sängers, der für mich eine Mischung aus Ian Curtis oder wahlweise Jack (wegen seinem Tanzstil) und Mike Patton (wegen der Art, wie er teilweise seine Stimme einsetzte) war und sich von Song zu Song immer weiter entblätterte. Ich würde auch schon fast sagen, dass er weit davon entfernt war nüchtern zu sein. Natürlich kann es aber auch Teil des Auftritts gewesen sein neben das Mikro zu singen oder undeutlich zu sprechen. Ich weiß es eben nicht genau. Von der Musik bis zum Auftreten des Sängers, der auf der Bühne wirklich hervorstach, wirkte alles sehr lasziv ("sehr sexuell" wenn ich an dieser Stelle mal zitieren darf) und alles in allem hat es mich nicht so sehr umgehauen, aber auch nicht zwingend verschreckt. Hier noch ein kleines Video um sich meine Beschreibungen besser vorstellen zu können:


Die Isis Show begann mit einem merkwürdigen Intro, das ich eigentlich nicht wirklich einordnen kann. Eine oder mehrere komische Stimmen, die mich an Comicfiguren erinnerten und immer wieder irgendwas unverständliches sagten. Musikalisch jedenfalls, legten Isis mit 2 Songs vom neuen Album In The Absence Of Truth los und leiteten mit schönen Melodien von einem gewaltigen Ausbruch in den anderen über. Besonders beeindruckt war ich von dem Sänger, der auch live sehr viel Druck hinter seine Stimme brachte und sowohl die sphärischen als auch brachialen Parts gut untermalte. Irgendwann jedoch, beschloss wohl ein sehr intelligenter Mensch, dass es richtig cool wäre dem Bassisten Bier auf sein Equipment zu kippen. Ob er es tatsächlich gemacht hat, konnte ich nicht sehen aber allein für den Versuch hätte er eine ordentliche Schelle verdient.

Verständlicherweise war der Mann an der Axt dann auch relativ aufgebracht. Nachdem der reguläre Auftritt vorbei war, ging er dann direkt von der Bühne und ich vermutete, dass es schlecht um die Zugabe stünde. Zum Glück war es nicht so und Isis mähten mit einem ca. 15-minütigen Celestial (The Tower) auch den letzten stehenden Grashalm Kölns weg und entführten zugleich in ganz andere Sphären. Isis würde ich mir jederzeit wieder anschauen.

Zum Schluss gibt's noch ein Paar schicke Fotos von Eva Kolck.

1 comment:

R. R. R. said...

Wie war das mit dem nach EITS geschworenem Leitsatz "Merchgut am besten immer vor dem Konzert sichern?" ;).

Der Typ von Oxbow ist ekelig.

Und über nervige Gigbesucher kann man sich nicht oft genug ärgern. Hat aber anscheinend das Konzert nicht überwiegend negativ beeinflusst.