If I ever die of a heart attack, I hope it will be from playing my stereo too loud.

Sunday, 1 April 2007

Laut.de und Pocket Symphony

Manchmal frage ich mich wirklich anhand welcher Kriterien die Punkte bei laut.de verteilt werden. Ihr wisst schon, laut.de, diese Internetpräsenz, die sich selber anscheinend für das Non plus ultra in Sachen Musikrezensionen hält und natürlich auch absolut nichts mit Mainstream am Hut hat. Ja, genau! Das gleiche laut.de, das eine eigene Klatsch und Tratsch Ecke eingerichtet hat und auch regelmäßig über Britneys neue Frisur, die Killerpilze oder Tokio Hotel berichtet. Natürlich immer mit einem kritischen und zynischen Unterton! Natürlich..

Man kann im Prinzip auch noch drüber hinwegsehen, dass Platten, die unter das Etikett 'Metal' fallen generell eher nicht über das Mittelmaß der 3 Punkte hinauskommen. Metal ist vermutlich einfach nicht mehr so "in". Zugegeben, die Reviews sämtlicher Scooter Alben sind schon sehr amüsant zu lesen. Wenn man einfach mal aussen vor lässt, dass diese absolut reißerisch geschrieben sind und jegliche Objektivität vermissen lassen (Ja, selbst Musiker wie Scooter hätten das verdient ;) ). Kritisch wird es allerdings wenn der Rezensent offensichtlich Vorurteile gegen die Band hegt, deren Album er bewerten soll. Und das noch nicht einmal zwingend wegen ihres musikalischen Schaffens (z.B. Slipknot und ihre Masken).

Dann gibt es natürlich noch die "früher-war-alles-besser" und "Band x kommt an ihr Album y mit dem neuen Album z überhaupt nicht heran". So bei Pocket Symphony des französischen Duettes Air. Dass Moon Safari ein Überalbum ist, dürfte eigentlich klar sein. Und vielleicht zieht Pocket Symphony im direkten Vergleich den Kürzeren. Aber um Himmels Willen.. Muss man deswegen gleich bei jedem neuen Album schreiben, dass Moon Safari besser war und ständig diese nervtötenden Vergleiche ziehen? Vielleicht sollten Air ja direkt einen Aufkleber auf jeder neuen CD aufbringen "New Air Album! Unfortunately not quite as good as Moon Safari..".. Vielleicht sollte man auch mal in Betracht ziehen, dass Air sich nicht unbedingt ins Studio setzen und sich die Köpfe darüber zerbrechen, wie sie es denn jetzt anstellen könnten ihren Erstling zu überbieten.

Wie dem auch sei. Das neue Air Album hat mit Sicherheit einen Punkt zu wenig bekommen (nur mittelmäßige 3) und nachdem ich mir das Review durchgelesen hatte, wurde mir auch noch die letzte Motivation geraubt es hören zu wollen. Zum Glück habe ich es aber doch getan und ein schönes Album entdeckt, welches zudem noch einen Übersong enthält (Mer du Japon) und eine der neueren Platten ist, die mich eben nicht nach zwei Durchgängen langweilt. Auch wenn laut.de nicht müde wird es zu zerpflücken und aufzuzeigen wie abgedroschen die einzelnen Elemente doch seien und wie oft man das alles schon gehört hätte.

Wenn Schulen die Lust am Lesen zerstören, dann macht laut.de das Gleiche mit der Lust am Musik hören.

1 comment:

R. R. R. said...

Recht hast du: laut.de stinkt!